Silicon Valley

Silicon Valley – Mythos, Macht und Ideologie

Silicon Fucking Valley ist eine sechsteilige Dokumentationsreihe des Regisseurs Pierre Schneidermann, die Geschichte, Mythos und Schattenseiten des weltberühmten kalifornischen Tech-Hotspots schonungslos beleuchtet. Statt der bekannten Erfolgsgeschichten von Garagen-Start-ups und visionären Gründern richtet die Serie den Blick hinter die perfekt inszenierten PR-Fassaden der Tech-Konzerne – auf Macht, Ideologie und gesellschaftliche Folgen.

Besonders eindrucksvoll ist das Thema „Rechtsruck im Silicon Valley“. Das Silicon Valley gilt bis heute als Synonym für Freiheit, Kreativität und technischen Fortschritt. Doch hinter diesem Selbstbild existiert eine andere Entwicklung: Seit Jahrzehnten prägen der Kult um charismatische Gründer, die Vorstellung technologischer Erlösung und der Glaube an die Überlegenheit unregulierter Märkte das Denken einflussreicher Unternehmer. Werte wie Demokratie, Gleichheit und Solidarität geraten dabei zunehmend in den Hintergrund, während radikaler Individualismus, grenzenlose Marktfreiheit und die Konzentration wirtschaftlicher Macht an Bedeutung gewinnen.

Die dreiteilige Reihe „Control. Alt. Delete“ zeichnet die ideengeschichtlichen Wurzeln dieser Entwicklung nach. Sie beginnt mit Ayn Rand, deren Philosophie des radikalen Individualismus Generationen libertärer Unternehmer beeinflusste. Es folgt René Girard, dessen Überlegungen über Rivalität, Macht und Eliten insbesondere Peter Thiel nachhaltig prägten. Den Abschluss bildet Curtis Yarvin, Vordenker der sogenannten Dark Enlightenment, der demokratische Systeme grundsätzlich infrage stellt und für autoritär geführte Staatsmodelle wirbt.

Ergänzt wird dieser Themenkomplex durch die Dokumentation „Peter Thiel, der Antichrist und Armageddon“. Sie zeigt, wie sich bei einem der einflussreichsten Investoren des Silicon Valley libertäre Ideologie, religiöse Endzeitvorstellungen, Elitendenken und geopolitische Machtansprüche miteinander verbinden.

Zusammen ergeben diese Dokumentationen ein Gesamtbild, das weit über die Geschichte einzelner Unternehmer hinausgeht. Sie zeigen, wie konservative und libertäre Think Tanks, milliardenschwere Geldgeber und einflussreiche Netzwerke über Jahrzehnte daran gearbeitet haben, eine neue politische und wirtschaftliche Elite zu formen – mit Auswirkungen, die heute bis zur MAGA-Bewegung, zu Project 2025 und zunehmend auch nach Europa reichen.

🔍 Hintergründe Die Heritage Foundation und die Architektur der Macht (Essay) Project 2025 – Die konservative Gegenbewegung und ihre internationalen Netzwerke (Essay)

Silicon Fucking Valley

Silicon Fucking Valley ist eine sechsteilige Dokumentationsreihe, die die Geschichte, den Mythos und die Schattenseiten des weltberühmten kalifornischen Tech-Hotspots ungeschönt beleuchtet. Die vom Regisseur Pierre Schneidermann realisierte Serie wirft einen Blick hinter die polierten PR-Fassaden der Tech-Giganten.

Rechtsruck im Silicon Valley

Das Silicon Valley steht für Freiheit, Kreativität und Fortschritt. Doch die kalifornische Tech-Branche hat eine düstere Seite. Autoritäres und antidemokratisches Denken sind dort tief verankert.
Seit Jahrzehnten prägt der Kult um charismatische Gründer und die Illusion, ihre Technologien könnten die Welt retten, das Denken vieler Tech-Unternehmer. Werte wie Gleichheit und Solidarität weichen Egoismus und der Ideologie grenzenloser Marktfreiheit.

„Control. Alt. Delete“ – Teil 1: Ayn Rand

Die „Kulturzeit“-Reihe „Control. Alt. Delete“ widmet sich drei Vordenkern, deren Ideen den Einfluss der Tech-Branche auf die US-Politik und den fortschreitenden Abbau demokratischer Strukturen maßgeblich geprägt haben. Teil 1: die russischstämmige Autorin Ayn Rand.

„Control. Alt. Delete“ – Teil 2: René Girard

Teil 2: der Literaturwissenschaftler und Stanford-Professor René Girard.

„Control. Alt. Delete“ –

Teil 3: der rechtslibertäre Blogger Curtis Yarvin.

Peter Thiel, der Antichrist und Armageddon 

Tech-Milliardär Peter Thiel sollte bei den Wiener Festwochen mit Wolfgang Palaver über den „Antichrist“ diskutieren. Nach Protesten wurde er ausgeladen. Was steckt hinter seiner Faszination für die Apokalypse?

Tech-Bros im Paradies – Die erste Privatstadt der Welt: Próspera

Y-Kollektiv Reporter Lukas Wiehler reist in die wohl erste Privatstadt der Welt, auf einer Karibikinsel in Honduras und trifft auf ihre selbsternannten „Pioniere“. Sie sprechen von Innovation, Fortschritt und Profit und davon, den „lähmenden“ Staat hinter sich zu lassen. Sie haben eine radikale Vision einer digitalen Gesellschaft, in der Bitcoin das Zahlungsmittel ist. Zu den Investoren gehören unter anderem PayPal und Palantir-Gründer Peter Thiel und Sam Altman, der Chef von ChatGPT. Ist Próspera ein aufgeblasener Marketing-Bluff oder die Stadt der Zukunft? Wer kommt nach Prospera und warum?