Gen Z – Eine Generation fordert Zukunft

Generation Z – Aufgewachsen im Krisenzeitalter

Als Generation Z werden meist die zwischen etwa 1995 und 2012 Geborenen bezeichnet. Die zeitlichen Grenzen variieren je nach Untersuchung. Der Begriff beschreibt eine Altersgruppe, keine einheitliche Weltanschauung und keine Organisation mit einem Gründungsdatum. Auf die Generation der Babyboomer (etwa 1946-1964), Generation X (etwa 1965-1980) und die Millennials, auch Generation Y (etwa 1981-1994) genannt, folgt die Generation Z.

Ihre Geschichte beginnt mit dem Aufwachsen in einer zunehmend digital vernetzten Welt. Internet, Smartphones und soziale Medien prägen Kommunikation, Lernen und öffentliche Meinungsbildung. Sie eröffnen Möglichkeiten zur Information und politischen Beteiligung, bringen aber auch Leistungsdruck, permanente Vergleiche und die Begegnung mit Desinformation mit sich.

Zugleich fallen prägende Lebensphasen dieser Generation in eine Zeit aufeinanderfolgender Krisen: die Folgen der Finanzkrise, die sich verschärfende Klimakrise, die Coronapandemie und Russlands Krieg gegen die Ukraine. Schulschließungen, eingeschränkte Kontakte und unterbrochene Ausbildungswege trafen junge Menschen in einer besonders wichtigen Entwicklungsphase. Hohe Wohnkosten und die Sorge um soziale Absicherung erschweren vielen den Blick in die Zukunft.

Politisch sichtbar wurde ein Teil dieser Generation insbesondere durch die 2018 entstandene Klimabewegung Fridays for Future. Doch die Generation Z ist politisch vielfältig: Engagement für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit steht neben konservativen, rechten und anderen Orientierungen. Herkunft, Bildung, Einkommen und persönliche Erfahrungen unterscheiden sich erheblich. Die Vorstellung einer Generation, die geschlossen dieselben Werte vertritt, greift deshalb zu kurz.

Eine zentrale Frage vieler Jugenddebatten ist die nach Zukunft und Mitsprache: Welche Chancen haben junge Menschen – und welchen Einfluss erhalten sie auf Entscheidungen, deren Folgen sie besonders lange tragen müssen? Gesellschaftlich stellt sich damit auch die Frage, wie Wohlstand und soziale Sicherheit innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten gewährleistet werden können.

Initiativen wie „Gen Z regelt“ knüpfen an diese Fragen an. Sie sind Ausdruck politischer Mobilisierung innerhalb einer Generation, sprechen aber nicht für deren Gesamtheit. Um ihre Forderungen zu verstehen, lohnt deshalb zunächst der Blick auf die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen diese jungen Menschen aufgewachsen sind.

🔍 Hintergrund:
► Eindringliche Warnung von Hoimar von Dithfurt aus dem Jahr 1978
► Wem gehört die Zukunft? (Essay)
► Klimawandel
► Crash 2030 – Ermittlungsprotokoll einer Katastrophe
► Die Erdzerstörer ► Fuck the Planet – Ist unser Klima noch zu retten?
► Die globale Schieflage – Vermögenskonzentration, soziale Spaltung und das globale Casino des 21. Jahrhunderts (Essay)
► Der Billionen-Prozess: Wer bezahlt die Klimakatastrophe? (Essay)